Gerichtskosten in zivilrechtlichen Verfahren

Gerichtskosten in zivilrechtlichen Verfahren

Die gerichtlichen Kosten bei Erhebung einer Klage sind zunächst vom Kläger vorzustrecken. Von der Einzahlung der Gerichtskosten hängt bei bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten insbesondere auch die Zustellung der Klageschrift ab. Obsiegt der Kläger am Ende, so sind sämtliche Gerichtskosten von der Beklagtenpartei zu tragen.

Wie bei den Gebühren eines Rechtsanwalts nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) im Rahmen einer zivilrechtlichen Angelegenheit, richtet sich die Höhe der Gerichtskosten nach dem Gegenstands- bzw. Streitwert (vgl. § 3 GKG). In Anlage 2 zum GKG findet sich eine Gebührentabelle anhand welcher die Höhe der Gerichtsgebühren entnommen werden können:

Streitwert bis……€

Gebühr……€

Streitwert bis……€

Gebühr……€

500

35,00

50.000,00

546,00

1.000,00

53,00

65.000,00

666,00

1.500,00

71,00

80.000,00

786,00

2.000,00

89,00

95.000,00

906,00

3.000,00

108,00

110.000,00

1.026,00

4.000,00

127,00

125.000,00

1.146,00

5.000,00

146,00

140.000,00

1.266,00

6.000,00

165,00

155.000,00

1.386,00

7.000,00

184,00

170.000,00

1.506,00

8.000,00

203,00

185.000,00

1.626,00

9.000,00

222,00

200.000,00

1.746,00

10.000,00

241,00

230.000,00

1.925,00

13.000,00

267,00

260.000,00

2.104,00

16.000,00

293,00

290.000,00

2.283,00

19.000,00

319,00

320.000,00

2.462,00

22.000,00

345,00

350.000,00

2.641,00

25.000,00

371,00

380.000,00

2.820,00

30.000,00

406,00

410.000,00

2.999,00

35.000,00

441,00

440.000,00

3.178,00

40.000,00

476,00

470.000,00

3.357,00

45.000,00

511,00

500.000,00

3.536,00

Die in der vorstehenden Tabelle ersichtlichen Gebühren entsprechen einer einfachen Gebühr. Für das Verfahren vor den Amt- und Landgerichten wird eine dreifache Gebühr (Nr. 1210 KV GKG), für das Verfahren vor dem Oberlandes- bzw. Kammergericht eine vierfache Gebühr (Nr. 1212 KV GKG) erhoben.

Bsp.: Soll gegen einen Schuldner eine Forderung in Höhe von 3.200,00 € beim Amtsgericht eingeklagt werden, so beträgt die Verfahrensgebühr 324,00 € (108,00 € x 3).